Vonovia/Buwog Vergesellschaften

Vergesellschaftung wie in Berlin? Aktivist*innen Kritisieren BUWOG/Vonovia Bauprojekt in Weingarten

In Weingarten auf dem alten Schuler-Gelände wird aktuell von der BUWOG der Beton-Wohnkomplex „Martinshöfe“ errichtet. [1]

„Die BUWOG verkauft sich als ehrenwertes Unternehmen, doch hinter ihr steht zu 100 Prozent der Wohnkonzern Vonovia. Die BUWOG möchte viel Profit aus dem Projekt im Herzen Weingartens schlagen, doch das schlägt auf die Mieten. Wir sind hier, um das aufzudecken“, erklären Rosmarie Vogt aus Weingarten.

Vergesellschaftungsidee aus Berlin Auf dem Banner fordern sie „Vonovia/Buwog vergesellschaften“ - Eine radikale Antwort auf die bedrohliche Wohnungsnot. In Berlin haben 58 Prozent der Bevölkerung dafür gestimmt, Konzerne mit mehr als 3000 Wohnungen zu enteignen und die Wohnungen in staatliche Obhut zu geben. [2] „Es muss verhindert werden, dass sich Einzelne an unserem Grundbedürfnis, “dem Wohnen”, bereichern!“, sagt Samuel Bosch.

Sozialer oder Asozialer Wohnungsbau? Laut der ZDF-Recherche-Sendung „Die Anstalt“ gibt Deutschland jährlich 3 Milliarden Euro an private Wohnkonzerne, um den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Diese bauen davon zwar 30.000 Sozialwohnungen, müssen diese aber nur 25 Jahre als solche vermieten. Nach Ablauf der Frist heben sie die Mieten deutlich an. Im Endeffekt zahlt der Staat also Geld an Wohnkonzerne, doch es verschwinden jährlich doppelt so viele Wohnungen, 65.000 Wohnungen, wie durch die Maßnahme neu gebaut werden. [3]

ZDF Video: Warum Wohnen unbezahlbar wird, Die Anstalt

Buwog Affäre Auch die BUWOG selbst ist umstritten: Bis 2004 war sie in staatlichem Besitz von Österreich. Dann fädelte Karl-Heinz Grasser als Finazminister und einige andere Politiker ein, dass sie privatisiert werden konnte. Die Buwog Affäre kommt 2009 zufällig ns Licht, als bei Ermitlungen zu einer insovent gegeangenen bank verdächtige Privisionszahlungen auffallen. Der Rechnusgshof stelte bereits 2008 Fest, das ie Buwog unter ihren Wert Verkauft wurde. [4], [5] Zusätzulich bedeutet eine privatisierung das ein Teil der Mieten zu den Eigentümern Fließt. Vonovia hat 2024 beispielsweise eine illiarde an seine Aktionäre ausgeschüttet. [3] Bei Staatlichen oder geminnützigen Eigentümern kommt das Geld allen zu gute. 2018 fusionierte sie mit dem Wohnkonzern Vonovia. Für die Privatisierung sitzt Grasser aktuell seine 4-jährige Freiheitsstrafe ab, doch die BUWOG bleibt privatisiert. [6] “Die Buwog muss dirngend vergesellschaftet werden, sonst machen Betrügereien wie die Buwog-Affäre die Runde.” so Rosmarie Vogt.

Eigentlich ist die Wohnungsnot doppelt inexistent Laut der Schwäbischen Zetung werden im Lankreis Ravensburg circa 2000 Wohnungen gebraucht. gleichzeitig stehen laut dem statisctischen Landesamt 5012 Wohnungne leer. [7] “Wir haben gar keinen Wohnungsmangel. Die Frage ist, wie kommen Suchende und Eingentümer:nnen von Wohnungen zusammen. Neubau ist keine Lösung, wir brauchen günstigen Wohnraum. Und dieser ist bereits vorhanden.” sagt die Gemeinde- und Kreisrätin Hermine Städele. “Es wäre ein Anfang, wenn Eigentümer:innen jedenfalls den Mietwert der Wohnung versteuern müssten, auch wenn sie die Wohnung nicht vermieten” schlägt Klaus Schulz als Lösung vor.

Während des Bannerdrops findet eine angemeldete Kundgebung auf dem Basilikavorplatz zum Austausch über diese Problematik statt. Interessierte sind eingeladen, sich zu informieren und mitzudiskutieren.

Aktionen

Am 9. Oktober 2026 um 14 Uhr entrollen wir ein riesiges Banner an der mauer vom Vorplatz der Basilika.

Kommt zum Banner-Dropp Protest am Basilika Vorplatz ✊🏗⚖️

Während in Berlin die Debatte über Enteignungen, also Vergesellschaftungen, von Wohnkonzernen wie Deutsche Wohnen und Vonovia laufen baut die BUWOG in Weingarten fleißig Betonblöcke auf das ehemalige Schuler Maschinenfabrikgelände bei der Post. Die BUWOG versucht sich als zugänglich und familiär zu verkaufen, was viele nicht wissen: Sie gehört zu 100 Prozent Europas größtem Wohnkonzern Vonovia. Er ist dafür bekannt, überhöhte Mieten zu verlangen und so nicht nur Mieter auszunehmen um Geld an Aktionäre umzuverteilen, sondern auch den Mietspiegel im Gesamten steigen zu lassen. Die Idee des “Mehr-Generationen-Wohnen” ist eine sehr Gute Idee. Und auch dass “sich gegenseitig unterstützen” und das Dinge gemeinsam genutzt werden sind wichtige Konzepte. Warum dafür aber ein Wohnkonzern Betonklötze bauen muss ist unverständlich. Das hat in Weingarten und auch sonst wo keinen Platz. Wir fordern: Wohnraum, denen die drin wohnen und kein Profit durch die Miete.

Die BUWOG war vor 2018 sogar in Staatlichem Besitz von Österreich. Dann hat Karl-Heinz Grasser eingefädelt, dass es an Vonovia verscherbelt werden konnte.  Grasser sitzt gerade seine 4 Jahre Knast ab, doch der Schaden bleibt, die Buwog ist privatisiert. Lasst uns am Freitag, 09.10. um 14 Uhr gemeinsam laut werden. Wir haben ein riesiges Banner dazu vorbereitet, das wir gemeinsam mit Ihnen und euch an der Mauer vom Platz vor der Basilika entrollen möchten. Alle sind eingeladen gemeinsam ein Zeichen zu setzen: Vonovia/BUWOG vergesellschaften!

Shrepic zur Aktion am 9.10. in Weingarten ander basilika 14 Uhr

In den nächsten Wochen wird es eine Info Veranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema geben.


Falls ihr mitmachen oder mitorganisieren wollt kontaktiert uns sehr gerne. Wir freuen uns auch über finanzielle Unterstützung um Banner, Plakate und Plakatiergenemigungen kaufen zu können.
Spenden


Quellen: [1] https://www.buwog.de/presse/baubeginn-fuer-quartier-martinshoefe-erfolgreicher-spatenstich-mit-ob-moll [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Volksentscheid_%E2%80%9EDeutsche_Wohnen_%26_Co_enteignen%E2%80%9C_in_Berlin_2021 [3] https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-11-november-2025-100 [4] https://www.derstandard.at/1330390577037/gesetz-verfassungswidrig-bei-buwog-patzte-der-gesetzgeber [5] https://www.lawfinder.at/blog/buwog-prozess-geht-in-die-letzte-instanz [6] https://www.derstandard.de/story/3000000262821/buwog-prozess-grasser-muss-vier-jahre-in-haft [7] https://www.schwaebische.de/regional/oberschwaben/ravensburg/5000-wohnungen-frei-warum-man-trotzdem-nur-schwer-eine-findet-2836911